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Eindrucksvolle Zahlen für die Neonatologie Linz im internationalen Vergleich

Dass an der neonatologischen Intensivabteilung der Landes- Frauen- und Kinderklinik Linz alles getan wird, um den kleinen PatientInnen den Start in ein gesundes Leben zu erleichtern, ist jetzt auch im internationalen Vergleich amtlich. Bei einer jährlich stattfindenden Erhebung über die Qualität von Frühgeburten-Intensivstationen ist Linz  wieder ganz weit vorne dabei.

Seit 1999 ist die neonatologische Intensivabteilung Mitglied des Vermont-Oxford-Networks. Dieses Netzwerk ist eine Datenbank von mittlerweile 440 neonatologischen Intensivabteilungen weltweit und umfasst weit über 40.000 PatientInnen mit einem Geburtsgewicht unter 1.500 Gramm. Ziel dieser Organisation ist es, durch Erhebung epidemiologischer Daten, Informationen über die verschiedenen therapeutischen Maßnahmen, Sterblichkeitskennzahlen und häufig auftretende Erkrankungen bei den Frühchen zu sammeln und international zu vergleichen. Die Ergebnisse für die Neonatologie Linz waren auch dieses Jahr sehr erfreulich.

Im Vergleich zu den übrigen Zentren im Netzwerk ist die Sterblichkeitsrate bei den Frühchen in Linz sehr gering. Auch bei den typischen Krankheiten erreicht die Linzer Neonatologie gute Werte: Primaria Wiesinger-Eidenberger erklärt die Berechnung so: „Um herauszufinden, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Baby eine frühchentypischen Krankheit bekommt, wurde aus den Daten der letzten drei Jahre ein Risikomittelwert errechnet. Wir liegen in nahezu allen Bereichen unter oder knapp an diesem Wert.“

Ein weiterer Indikator für die Qualität der Stationen ist die Aufenthaltsdauer der PatientInnen an der Station. Generell ist eine sehr kurze stationäre Behandlung ein wichtiges Qualitätskriterium, da die Tendenz erkennbar ist – je länger stationär, desto kränker. In diesem Punkt ist ein Vergleich mit anderen Krankenhäusern aber sehr schwierig: „In den USA werden Babys sehr rasch entlassen, da eine umfangreiche Betreuung durch „Frühchen-Ambulanzen“ und mobiler Heimkrankenpflege üblich und etabliert ist. Betrachtet man allerdings einzelne Krankheitsbilder wie die Frequenz schwerer Hirnblutungen wird ersichtlich, dass unsere kleinen PatientInnen sehr gute Heilungserfolge haben und sich die Landes- Frauen- und Kinderklinik mit den Zentren weltweit messen kann“, ist sich
Prim. Dr. Wiesinger-Eidenberger sicher und setzt nach: „Außerdem gehen über 60 Prozent der Babys in Linz teilgestillt nach Hause, was den Kindern sehr gut tut und wo wir uns im Vergleich zu den amerikanischen Kliniken deutlich positiv abheben .“