„Maja“ ist das 10.000 Baby in der Landes- Frauen- und Kinderklinik
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Bereits 10.000 Geburten seit der Eröffnung der Landes- Frauen- und Kinderklinik (LFKK)
Als ein „unvergesslich schönes Erlebnis“ bezeichnen die frischgebackenen Eltern aus Naarn, Martina (28) und Matthias (32) Masilko, die Geburt ihrer Tochter Maja, die am 10. August um 18.15 Uhr ihren ersten Schrei machte. Ein glücklicher Moment – auch für die ExpertInnen der Landes- Frauen- und Kinderklinik, denn Maja ist das 10.000 Baby, das in der beliebtesten Geburtsklinik Österreichs zur Welt kam. Das kleine Mädchen erhält einen Ehrenplatz in der Chronik der LFKK, die es als Kompetenzzentrum in dieser Form seit drei Jahren gibt. Rund 3.000 Geburten verzeichnet das Haus jährlich – eine Zahl, die für Erfahrung und Kompetenz steht und werdenden Eltern das wichtige Gefühl des Vertrauens gibt.
Eine Vision wurde Wirklichkeit
Im April 2006 wurde mit der Eröffnung der Landes-Frauen- und Kinderklinik, durch die Zusammenlegung zweier Spezialkliniken, eine lange gehegte Vision Wirklichkeit. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich die LFKK dank höchstem Standard in allen Bereichen zur größten Geburtsklinik Österreichs und liegt damit vor der Uniklinik Graz und dem AKH Wien. Mit gebündelter Erfahrung sind SpezialistInnen an einem gemeinsamen Standort bemüht, die gesamte Thematik rund um die Geburt auf höchstem Wissensstand anzubieten und neue Bereiche zu eröffnen. Das Kinderherzzentrum etwa, das in Kooperation mit dem AKH geführt wird, ist eine Sparte der LFKK, die sich international etabliert hat. So können in Linz heute Herzfehler bereits vor der Geburt erkannt und medizinische Maßnahmen ergriffen werden. Etwa ein Viertel der kleinen HerzpatientInnen sind Neugeborene.
Auch Majas Eltern haben sich bewusst für die LFKK entschieden. „Hier sind alle Spezialisten vor Ort und man ist Tür an Tür mit der Kinderklinik, falls mit dem Neugeborenen etwas wäre. Außerdem haben alle meine Freundinnen hier entbunden und waren sehr zufrieden.“, sagt die 28-jährige Mutter, die ihr erstes Kind bereits mit nach Hause nehmen konnte. „Wir haben uns sehr gut aufgehoben gefühlt“, ergänzt der stolze Vater Matthias Masilko.
„Dass wir seit der Neueröffnung nun bereits das 10.000ste Baby begrüßen dürfen spricht für den guten Ruf des Hauses bei werdenden Eltern“, sagt Dr. Harald Geck, Mitglied des gespag-Vorstandes und ist überzeugt: „Neben den medizinischen Spitzenleistungen und der professionellen Pflege ist aber vor allem das Einfühlungsvermögen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der LFKK die Basis für den Erfolg.“
Keine Geburt gleicht der anderen
Durchschnittlich acht Kinder kommen täglich in der LFKK zur Welt. 10.000 Geburten zeigt die Statistik. „Dennoch – oder vielleicht sogar deshalb – steht das Bewusstsein im Mittelpunkt, dass keine Geburt der anderen gleicht“, sagt Geck. „Dem Ereignis wird mit Respekt, aber auch mit einer professionellen Natürlichkeit begegnet.“ Die „größte Geburtenklinik Österreichs“ verfügt mit neun hochmodern ausgestatteten Kreißsälen und der hohen Zahl an kompetenten MitarbeiterInnen über die besten Voraussetzungen, um individuell auf jede Gebärende und ihren Säugling einzugehen. 61 Hebammen arbeiten in der LFKK, 40 davon in den Kreißzimmern. Während des Tages sind sechs Hebammen sowie zwei ÄrztInnen und PflegemitarbeiterInnen im Kreißzimmer-Einsatz, nachts stehen fünf Hebammen mit zwei ÄrztInnen und PflegemitarbeiterInnen zur Verfügung.
Das spezialisierte Sonderkrankenhaus betreut aus dem ganzen Bundesland werdende Mütter mit so genannten „Risikoschwangerschaften“ (49,4 Prozent). Patientinnen, die beispielsweise unter Schwangerschaftsdiabetes, Herz- oder Blutdruckproblemen leiden, werden in den Spezialambulanzen der Landes- Frauen- und Kinderklinik optimal versorgt und behandelt. Auch Mehrlingsgeburten zählen zur Gruppe der Risikoschwangerschaften und stellen sowohl für die Eltern als auch für die größte Geburtenklinik immer wieder eine Besonderheit dar. Zwillingsgeburten kommen rund 70 Mal pro Jahr vor, mit Drillingsgeburten ist zwei bis drei Mal zu rechnen. Heuer gibt es bereits 39 Zwillingspärchen und einmal Drillinge, die in Linz das Licht der Welt erblickten.
Kaiserschnittrate – gegen den Trend
Besondere Erfahrungen konnten die ExpertInnen der LFKK über die Jahre bei Steißgeburten machen. Lange Zeit galt in derlei Fällen der Kaiserschnitt als einzig sichere Möglichkeit. „Untersuchungen und die Praxis haben uns aber gezeigt, dass die Mütter – trotz Steißlage – natürlich entbunden werden können, vorausgesetzt es liegen ansonsten keine Risikofaktoren vor“, sagt Prim. Univ.-Prof. Dr. Klaus Schmitt, Ärztlicher Direktor der Landes-Frauen- und Kinderklinik. Generell ist in den vergangenen 15 Jahren die Rate an Kaiserschnitten stark gestiegen. Aber auch hier folgt die LFKK nicht dem Trend:
Mit einer, seit Jahren konstanten, Kaiserschnittrate von rund 25 Prozent hebt sich die LFKK deutlich von vergleichbaren Geburtenkliniken ab und liegt – trotz hoher Risikoschwangerschaftsrate – unter dem österreichischen Durchschnitt (27,1 Prozent).
Kaiserschnittraten anderer Kliniken im Vergleich
(Stand 2008):
Uniklinik Wien: 49,82 Prozent
Uniklinik Innsbruck: 40 Prozent
Uniklinik Graz: 29,3 Prozent.
„Die Vorteile für die Mütter bei einer natürlichen Geburt sind in vielen Studien belegt – sie ersparen sich jedoch vor allem Schmerzen“, sagt Prim. Schmitt. Etwa 12 Prozent aller Neugeborenen sind Frühgeburten, also Babys, die vor der 37. Schwangerschaftswoche auf die Welt kommen. Auch hier zeigt sich im internationalen Vergleich, dass an der neonatologischen Intensivabteilung der LFKK alles getan wird, um den kleinen PatientInnen den Start in ein gesundes Leben zu erleichtern.
Wenn der Kinderwunsch „Nachhilfe“ braucht
Vor der Geburt steht jedoch oft ein langer Weg. „Etwa jede siebte Partnerschaft in Österreich bleibt ungewollt kinderlos. Die Gründe dafür können sehr vielfältig sein“, sagt Schmitt. Dennoch können die ExpertInnen des IVF-Institutes einer Vielzahl dieser ungewollt kinderlosen Paaren mit Hilfe moderner medizinischer Techniken und Methoden ebenso zum ersehnten Familienglück verhelfen. Die Schwangerschaftsrate nach einer Behandlung wegen ungewollter Kinderlosigkeit beträgt in der LFKK kumulativ nach vier Versuchen bis zu 90 Prozent. Ein Spitzenwert, auf den das IVF-Institut des Sonderkrankenhauses (In-Vitro-Fertilisation = künstliche Befruchtung) zu Recht stolz ist.
Sich gut aufgehoben fühlen
Sich gut aufgehoben wissen – das ist für viele Mütter ein entscheidender Faktor bei der Wahl der Geburtsklinik. Neben aller medizinischen Kompetenz ist es vor allem die menschliche Komponente, die sowohl in Krisensituationen, als auch bei komplikationslosen Geburten einen wesentlichen Faktor für allen Verantwortlichen und MitarbeiterInnen der LFKK darstellt. „Wir nehmen uns Zeit für die werdende Mutter, denn eine Geburt ist ein wichtiges, großes Ereignis“, sagt Doris Leibetseder, die leitende Hebamme im Kreißzimmer der LFKK. „Ziel ist es, eine natürliche Geburtshilfe zu ermöglichen, natürlich immer mit dem Hintergrund der sicheren Medizin“.
Trends im Kreißzimmer
Die Väter spielen heutzutage bei einer Geburt eine wichtige Rolle. Auch Matthias Masilko war – wie 98 Prozent aller werdenden Väter – bei der Geburt seiner Tochter Maja dabei. „Es war für uns beide sehr wichtig“, erinnert sich seine Frau Martina, die Mutter der kleinen Maja. „Er hat mich sehr unterstützt und motiviert – es war für uns beide wunderschön und unvergesslich.“ Ein schönes Geburtserlebnis fängt jedoch nicht erst mit der tatsächlichen Geburt an und hört danach auch nicht unmittelbar wieder auf. Die LFKK bietet Schwangeren und jungen Müttern eine große Palette von Beratungen, Kursen und Informationen, die dazu beitragen, das Vertrauen zu stärken und/oder Ängste weitgehend auszuräumen. Das Angebt reicht von Schwangerschaftsgymnastik, Akupunktur und Akupressur über Ernährungstipps, kompetente Beratung und Hilfe rund um das komplexe Thema Stillen, Babymassage, Säuglingspflege und Beckenbodentraining, bis hin zu Bauchtanz für Schwangere. Hier bestimmen oft Trends, die das kompetente Team der LFKK nach eingehender Beurteilung aufgreift, das Interesse. Weniger als Trend, als vielmehr als „eine Folge“ bezeichnen die ExpertInnen die Tatsache, dass sich die Wassergeburten in der LFKK seit dem Jahr 2006 vervierfacht haben – von zwölf auf 47. „Die Badewannen in den Kreißzimmern werden gerne zur Entspannung genutzt, dadurch ergeben sich mehr Wassergeburten, als dass diese vorsätzlich gewünscht werden“, erklärt Leibetseder.
Während sich die „Ambulante Geburt“ nicht wirklich durchsetzt, nutzen viele Mütter nach der Entbindung zunehmend die Möglichkeit der „vorzeitigen Entlassung“. Nach drei Tagen gehen sie mit dem Baby nach Hause. Dort werden sie noch sieben Tage von einer Hebamme der LFKK besucht und im Wochenbett betreut.
Nähere Infos zum Angebot rund um die Geburt bietet die Website der LFKK http://www.frauen-kinderklinik-linz.at/