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Landes-Frauen- und Kinderklinik Linz setzt auf drei-dimensionale Ultraschallgeräte: Auffälligkeiten besser erkennbar

Ultraschalluntersuchungen sind bereits seit Jahren aus der Gynäkologie und Geburtshilfe nicht mehr wegzudenken. Einerseits sind sie Fixbestandteil der Mutter-Kind-Untersuchung, andererseits ermöglichen Ultraschallgeräte werdenden Eltern einen ersten Blick auf ihr ungeborenes Kind. Auch die Experten an der Landes-Frauen- und Kinderklinik Linz setzen auf die Errungenschaften drei-dimensionaler Ultraschallgeräte, da sich dadurch etwaige Auffälligkeiten der Oberflächenanatomie besser darstellen und diagnostizieren lassen.

OA Dr. K. W. Jesacher von der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe über die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale zwischen herkömmlichen Ultraschallgeräten –sprich 2-D-Ultraschall-Geräten – und der 3D-Sonographie: „Während der konventionelle Ultraschall lediglich zwei-dimensionale Schnitt-Bilder eines Organs oder eines im Mutterleib befindlichen Kindes zulässt, erlaubt die 3D-Sonographie eine plastische Darstellung des untersuchten Gewebes oder Kindes. Somit kann das untersuchte Gewebe simultan in den drei (anstelle von bisher nur zwei) Ebenen des Raumes abgebildet werden und es lassen sich sowohl Volumen als auch Lokalisation krankhafter Veränderungen wesentlich exakter bestimmen. Das verbessert die Treffsicherheit ultraschallgezielter Gewebsprobeentnahmen (z. B. in der Brust) enorm – vor allem dann, wenn die zu punktierenden Gewebsveränderungen sehr klein sind. Man kann zwar auch mit der 2D-Sonographie fast alle krankhaften Befunde erheben, nur mit der 3D-Sonographie gelingt das oft einfacher und eindrucksvoller. Diese Weiterentwicklung des konventionellen Ultraschalls lässt sich am besten vergleichen mit der Verbesserung des klassischen Röntgenbildes hin zur Computertomographie.“ Zusätzlich können mit Hilfe der 3D-Sonographie diverse Fehlbildungen der Gebärmutter voneinander abgegrenzt werden – bisher war dafür ein operativer Eingriff (sprich Bauchspiegelung) notwendig.

„Die uns vorliegenden drei-dimensionalen Bilddaten werden auf einem elektronischen Datenträger abgespeichert, auf diese Weise kann das aufgezeichnete Organ computerunterstützt beliebig oft und lange ‚virtuell’ in allen denkbaren Schnittebenen ‚nachuntersucht’ werden“, erklärt Dr. Jesacher. Die Vorteile für die Patienten liegen dabei auf der Hand: Die Dauer und Häufigkeit von Ultraschall-Untersuchungen können somit erheblich reduziert werden.

Ein weiterer positiver Effekt der dreidimensionalen Bildgebung ist auf Grund der erstaunlich realistischen und konkreten Wahrnehmung des heranwachsenden Kindes gegeben. Mit anderen Worten können werdende Eltern bei richtiger Lage des Ungeborenen bereits vor der Geburt Details des Gesichtes, des Körpers sowie der Finger und der Zehen zu sehen bekommen. Erweitert wird die 3D-Sonographie durch die 4D-Sonographie, wodurch sogar die Bewegungen des Kindes sichtbar gemacht werden können. „Diese Möglichkeit stellt jedoch nicht nur für die Eltern ein eindrucksvolles Erlebnis dar, sondern lässt auch uns als Experten etwaige abnorme Bewegungsmuster erkennen, die erste Hinweise für das Vorliegen eines krankhaften Zustandes sein können und Anlass zu weiterführenden Untersuchungen geben“, betont Dr. Jesacher.