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Mangelnde Ernährung erhöht Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen:
Landes- Frauen- und Kinderklinik setzt auf Prävention

„Die schockierende Tatsache, dass heutzutage jedes vierte Kind übergewichtig ist (die Anzahl an übergewichten Kindern hat sich in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt) und der dramatische Anstieg von Zivilisationskrankheiten (Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes oder Krebs) – Erkrankungen, die maßgeblich von der Ernährung beeinflusst werden - unterstreichen die Bedeutung einer richtigen und ausgewogenen Ernährung bereits im frühen Kindesalter", betont Univ. Doz. Gerald Tulzer, Leiter des Departments für Kinderkardiologie an der Landes- Frauen- und Kinderklinik Linz.

Der „Teufelskreis vom falschen Essverhalten“ beginnt bereits bei einer mangelnden Ernährung vor der Geburt - später wirkt sich die Vorbildwirkung der Eltern maßgeblich auf das Essverhalten der Kinder aus: Dass das Übergewicht im Kindesalter nicht zu verharmlosen ist, zeigt sich in der Beobachtung, dass 80 % der dicken Kinder auch dicke Erwachsene werden.

Die größten Defizite in der Ernährung stellen der Konsum von zuviel Fett und Zucker und zu wenig Kohlenhydraten und Vitaminen dar. Durch den Verzicht auf zuviel Fleisch, Fast Food, Snacks und gezuckerten Getränken minimiert sich der Fettkonsum erheblich – die verstärkte Aufnahme von Obst und Gemüse ist darüber hinaus der zweite entscheidende Schritt in Richtung ausgewogene Ernährung.

Stress, Umweltbelastungen und vor allem mangelhafte und falsche Ernährung setzen aggressive Moleküle - sogenannte freie Radikale - frei. Diese sind ursächlich für viele Herz-Kreislauferkrankungen verantwortlich und begünstigen darüber hinaus die Krebsentstehung.

Während in der Dritten Welt immer noch Infektionskrankheiten an erster Stelle der Todesursachen vorzufinden sind, nimmt in den Industrieländern der Anteil an Herzkreislaufstörungen kontinuierlich zu. „Viel zu viele Jugendliche im Alter von 12 Jahren (rund 8 %) weisen heutzutage bereits fortgeschrittene Stadien von Gefäßverkalkungen auf - darüber hinaus nimmt nicht nur die Zuckerkrankheit stetig zu, auch der sogenannte 'Alterszucker' wird zunehmend im Kindesalter diagnostiziert", erklärt Doz. Tulzer.